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Grundkonzept Intranet-Portal

Question asked by garlandgreene on Apr 16, 2008
Latest reply on Jun 11, 2008 by jpfi_4454
Hallo,

ich stehe momentan vor der Aufgabe, ein Unternehmens-Intranet aufzubauen. Da wir im späteren Verlauf der Umsetzung (sozusagen "Step 2" irgendwann 2009) auch Workflows einsetzen wollen, wurde uns von einem Beratungsunternehmen u.a. Alfresco zur Umsetzung empfohlen. Ich habe mir jetzt die Community Edition in Version 2.1 mit dem WCM-Addon installiert und damit etwas herumgespielt. Beim Herumspielen sind ist bei mir jetzt die grundsätzliche Frage der Konzeption eines solchen Portals mit Hilfe von Alfrescos WCM aufgekommen.

Wenn ich das Konzept hinter WCM richtig verstehe, wird der Content nach der Erzeugung im Alfresco Webprojekt als XML-Datei erstmal innerhalb Alfresco durch den Staging-Prozess geführt und irgendwann über den Deploy-Prozess in die Produktionsumgebung überführt. Ich hab in meinem Portal also einen Haufen Verzeichnisse, die XML-Dateien enthalten - in denen ist der darzustellende Content. Das darstellende Intranetportal selbst ist vollkommen unabhängig von Alfresco und hat im Grunde nur mit den XML-Dateien bzw. damit, den darin enthaltenen Content darzustellen, zu tun.

Zum Aufbau des Intranetportals muss ich noch hinzufügen, daß ich das - voraussichtlich - als ASP.Net-Webanwendung realisieren werde. Ich bin ursprünglich davon ausgegangen, das ganze in Java zu lösen, da ich aus dem .NET-Bereich im Portalbereich hauptsächlich Dotnetnuke kenne und fälschlicherweise davon ausgegangen bin, daß Alfresco ähnlich wie DNN ein Portal-Framework darstellt (oder bietet), in dem ich u.a. Nutzerverwaltung und Seitenaufbau menügesteuert administriere und das Layout über Skins o.ä. beeinflusse. Wenn ich Alfresco jetzt richtig verstanden habe, ist Alfresco selbst ein Dokumentenmanagementsystem mit einem Webclient als GUI und das WCM ist, was die zu managende Webseite angeht, mehr oder weniger "dumm" bzw. unbeteiligt - das WCM verwaltet nur Dateien (plus dazugehörige Workflows und Render-Templates) und bietet im Spezialfall JSP die Möglichkeit, über den Virtualization-Server eine Live-Preview der noch nicht veröffentlichten Seite darzustellen. Alles andere, also im Prinzip der komplette Aufbau der verwalteten Webseite selbst (Authentifizierung und Authorisierung, Menüführung, Visualisierung), liegt in meiner Hand und wird nicht von Alfresco und dessen Erweiterungen unterstützt. Da bietet sich aufgrund meiner im .NET-Umfeld deutlich größeren Erfahrung die Umsetzung mit ASP.Net (wahrscheinlich mit dem kommenden ASP.NET MVC) einfach an.

Meine - eigentlich ganz kurze - Frage nach dieser etwas lang geratenen Einführung lautet: ist das alles (also meine Annahmen bezüglich der Fähigkeiten und der Positionierung von Alfresco) so korrekt? Oder habe ich da etwas übersehen oder falsch interpretiert? Das Website Framework, das von Alfresco momentan entwickelt wird, ist mir bekannt. Das scheint (abgeleitet von der Feature- und Todo-Liste) aber noch so "beta" zu sein, daß es für ein Intranetportal mit seinen Anforderungen an die Rechteverwaltung nicht geeignet scheint.

Vielen Dank im Voraus für alle Antworten, ich kann sie grad gut gebrauchen.

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